Die
weiblichen Tiere der Art P. a. astriata sind sehr aktiv, neugierig und
auch dominant,
was dazu führen kann, daß sie sich bei Paarhaltung dem männlichen
Tier gegenüber etwas aggressiv verhalten.
Um eine harmonische Paarhaltung zu ermöglichen, sollte das Becken
groß genug sein
(Mindestgröße 50 x 50 x 65
cm - Hochterrarium) und ausreichend Versteck- und Rück-
zugsmöglichkeiten für beide Tiere bieten (z.B. durch Pflanzen,
Bambusstangen, Bambus-
röhren, Korkröhren, Steine etc.). Das Becken sollte für
beide Tiere neu sein, damit keines
der Tiere bereits einen "Stammplatz" hat und das andere Tier
als Eindringling ansieht.
Weibchen und Männchen sollten im adulten Alter sein und annähernd
gleich groß.
In den ersten Stunden und Tagen nach dem Zusammensetzen sollten die Tiere
verstärkt
beobachtet werden, damit es zu keinen ernsthaften Streitigkeiten und Verletzungen
kommen kann. Im schlimmsten Fall müssen die Tiere wieder getrennt
werden.
Aber auch nach längerer erfolgreicher Paarhaltung kann es vorkommen,
dass die Tiere nicht
mehr harmonieren und für kurze oder auch längere Zeit getrennt
werden müssen. Daher ist
es ratsam, bei Paarhaltung immer ein bezugsfertiges Ausweichbecken parat
zu haben.
Unser Pärchen hat ein gutes halbes Jahr harmonisch in einem gemeinsamen
Becken gelebt.
Nach dieser Zeit wurde unser Weibchen sehr plötzlich extrem aggressiv
und hat unser
Männchen Charly nach der Eiablage stark attakiert und auch verletzt,
so dass wir beide Tiere
trennen mußten. Nach einem erneuten Zusammensetzen dauerte die Harmonie
etwa 2 Monate,
bevor das Weibchen sich erneut sehr aggressiv verhielt. Wir trennten die
Tiere wieder und
bauten ein Terrarium mit zwei durch eine Glaswand getrennten Parzellen.
In der Trennwand
befindet sich ein Loch, welches wir nach Belieben öffnen und verschließen
können. So haben
wir die Möglichkeit die Tiere sofort ohne großen Aufwand zu
trennen, sobald unser Weibchen
sich aggressiv verhält.
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Unser P. a. astriata Pärchen.
Links das Männchen und rechts das Weibchen. |
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Wir ziehen zusammen!
Unser Weibchen Emma (0.1 DNZ 09/06) haben wir seit
April 2007. Sie bewohnte anfangs das Hauptbecken allein.
Unser Männchen Charly (1.0 DNZ 07/07) ist seit Dezember 2007 in unserem
Besitz.
Er wohnte zuerst in unserem Ausweichbecken, da er damals für eine
Paarhaltung noch zu jung und zu klein war.
Am 24.08.08 haben wir dann beide Tiere zusammengesetzt.
Wir haben zuerst das Weibchen Emma aus dem
Hauptbecken gefangen und zur Überbrückung in ein kleines Aufzuchtbecken
gesetzt.
Dann haben wir das Hauptbecken komplett ausgeräumt, gereinigt und
neu eingerichtet. Im Gegensatz zur
Einzelhaltung haben wir bei der Einrichtung des Beckens für die Paarhaltung
noch mehr Bambus verwendet.
Neu dazugekommen sind spezielle Bambusröhren für die Eiablage.
Diese sind oben offen oder haben eine runde
Öffnung an der Seite und stehen bzw. hängen im Terrarium.
Nachdem das Hauptbecken umgestaltet war (Dauer 2,5 Tage), haben wir Emma
am Morgen als erste zurück gesetzt.
Wir haben ihr einen Vorsprung von 1,5 Stunden gelassen und danach Charly
aus seinem Ausweichbecken gefangen
und ebenfalls in das Hauptbecken gesetzt.
Nachdem sich beide entdeckt hatten, fingen sie an
mit den Köpfen zu wackeln und zu keckern.
Durch leichte Bisse in den Schwanz und leichte Stöße in die
Seite, jagte Emma Charly den ganzen Tag durch
das Terrarium und vertrieb ihn ständig von den Plätzen, an denen
er sich gerade nieder gelassen hatte.
Charly ließ die "Vertreibungen" über sich ergehen
und machte sich bis auf einmal, stets bereitwillig "vom Acker".
Nur ein einziges mal wurde es ihm zu "bunt" und er biss zurück,
so das Emma am Kopf eine leichte Beule hatte.
Wir beobachteten beide Tiere fast den ganzen Tag, um sicher zu gehen,
dass niemand ernsthaft verletzt wird.
Am zweiten Tag wurden die Rangeleien bereits weniger und in den folgenden
Tagen kam es nur noch vereinzelt
zu Auseinandersetzungen. Beide Tiere haben ihren Platz im Terrarium gefunden
und respektieren die jeweilige "Privatsphäre" des anderen.
Begegnen sie sich allerdings bei ihren "Spaziergängen"
durch das Terrarium,
keckern sie sich an und es kommt zu kleineren Rangeleien. Unser Männchen
Charly hat seit dem Zusammensetzen
keine Türkisfärbung mehr. Dafür aber unser Weibchen Emma.
Dies läßt darauf schliessen, dass sie die "Hosen"
an hat und dominiert.
Auch bei der Paarhaltung konnten wir beobachten,
dass das Weibchen aktiver ist als unser Männchen. Emma streift
häufig durch das Terrarium, wärend Charly meist ganz oben auf
dem Bambus unter der UVB Röhre sitzt und von oben
alles beobachtet.
Seit dem wir beide zusammen in einem Terrarium halten, mussten wir allerdings
auch feststellen, welch agressives
Verhalten unser Weibchen nach der Eiablage gegenüber dem Männchen
zeigt.
Sie jagte das Männchen durch das Terrarium und es kam nach einiger
Zeit auch zu ernsten Beißereien, bei denen dem
Männchen ein Stück Schwanz abgebissen wurde. Das Männchen
hatte außerdem Bißwunden an den Hinterbeinen.
Unserem Weibchen fehlte ein Stück im Brustbereich und sie hatte eine
Art Bluterguß am Vorderbein.
Nach diesen Beissereien, die kein Ende nehmen wollten, musste unser Weibchen
ins Ausweichbecken ziehen.
Auch ein erneutes Zusammensetzen nach ca. 2 Monaten war nur von kurzer
Dauer. Charly zeigte Emma anfangs zwar
recht deutlich, dass er der "Herr im Hause" ist, Emma ließ
sich davon aber nur kurze Zeit beeindrucken, bevor sie ihm
gegenüber wieder aggressiv wurde. Wir trennten die Tiere wieder und
bauten ein Terrarium mit zwei durch eine Glaswand
getrennten Parzellen. In der Trennwand befindet sich ein Loch, welches
wir nach Belieben öffnen und verschließen können.
So haben wir die Möglichkeit die Tiere zur Paarung zusammen kommen
zu lassen und bei Streitereien und extrem
aggressivem Verhalten des Weibchens sofort ohne großen Aufwand wieder
zu trennen. Die Tiere können sich auch bei
geschlossener Trennwand jederzeit durch die Glasscheibe sehen. Sie keckern
sich dabei an und versuchen, nach dem
anderen zu schnappen.
Seit dem 02.04.10 haben wir den Durchgang zwischen beiden Parzellen geöffnet.
Emma und Charly führen seit dem einen
regen "Seitentausch" durch. Mal sind beide in einem Becken,
mal Emma im rechten und Charly im linken, mal umgekehrt.
Je nacj Gemütszustand haben die Tiere also die Möglichkeit beisammen
zu sein oder sich aus dem Weg zu gehen.
Die Einzelhaltung dieser Tiere ist relativ unkompliziert, während
bei Paarhaltung doch sehr viele Dinge zu beachten sind.
Wir sind jedoch der Meinung, dass bei ausreichender Information über
die Tiere und dem erforderlichen Equipment, auch
Anfänger viel Freude an diesen wunderschönen Tiere haben und
sie mit Erfolg halten können.
Wichtig ist einfach ausreichendes Interesse und vor allem genügend
Zeit, aber das sollte bei jeder Tierhaltung eigentlich
selbstverständlich sein. |

Charly und Emma.

Beide auf der Bambus-Schaukel.

Charly beobachtet Emma.

Emma vor dem verschlossenem
Durchgang zu Charly.
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Die Paarung!
Unsere beiden Tiere haben sich bereits eine Woche
nachdem wir sie zusammengesetzt haben gepaart.
Charly hat Emma beobachtet und ist ihr mit gewissem Abstand immer hinterhergeschlichen.
Wenn sich eine günstige Gelegenheit ergab, hat er sich
ihr vorsichtig genähert. Daraufhin haben sich beide angekeckert.
Meistens ist Emma dann geflüchtet. Nach einiger Zeit hat Charly sie
dann wohl doch
"überreden" können. Das Männchen beist bei der
Paarung oft in den Hals des Weibchens, um es festzuhalten.
Verletzungen hat Emma davon noch keine bekommen. Je nachdem, von welcher
Seite das Männchen das Weibchen festhält, wird einer der beiden
Hemipenise in die Kloakenspalte des Weibchens eingeführt. |
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